Fairtrade (6)
Ja, WAVES Flipflops sind nachhaltig, plastikfrei und fair gehandelt. Das heisst faire Löhne, langfristigen Handelsbeziehungen, würdige Arbeits- und Lebensbedingungen, faire Preise, Vorfinanzierung von Aufträgen und das bezahlen einer Fair Trade Prämie. Die Mitglieder einer Kooperative oder ein gewähltes Gremium aus Arbeitern einer Plantage, in dem auch Vertreter des Managements sitzen, entscheiden selbst über die Verwendung dieser Prämie. So können beispielsweise die Ausstattung von plantageneigenen Kindertagesstätten oder eine private Rentenversicherung für die Gummizapfer damit finanziert werden. Ein jährliches Audit vor Ort stellt sicher, dass der Einsatz der Prämiengelder gemäß den Richtlinien erfolgte. Insgesamt ist die Fair-Trade-Prämie eine wunderbare Möglichkeit, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort in den Anbauregionen für die beteiligten Partner zu verbessern.
Unabhängig davon, ob die Latex-Zapfer und anderen Arbeiter auf einer Kautschukplantage arbeiten oder der Rohstoff von Kleinbauern stammt – häufig ist die Produktion von gravierenden ökologischen oder sozialen Missständen geprägt. So können Zustände unzureichender Sicherheitsstandards, ein übermässiger Einsatz von giftigen Chemikalien als Pestizide oder gar Kinderarbeit herrschen. Nicht allein die Natur trägt ihre Spuren übermäßigen Agrargifteinsatzes – auch die Plantagenarbeiter und Zapfer gefährden durch die Arbeit mit den Mitteln ihre Gesundheit. Zu den ökologischen und sozialen Faktoren beim Anbau von Latex spielen auch die zunehmend niedrigen Weltmarktpreise für den Rohstoff eine große Rolle, weshalb es dringend einer nachhaltigen Lösung bedarf.
Auf dem Weltmarkt sind die Preise für Naturkautschuk starken Schwankungen ausgesetzt, die die Produzenten wie Zapfer und Plantagenmitarbeiter unmittelbar zu spüren bekommen. Als Folge der niedrigen Weltmarktpreise für das Gummi des Kautschukbaums macht sich Armut breit. Auch zunehmende Verstösse gegen Arbeitsrechte gehören längst nicht mehr zur Seltenheit. Außerdem wird in den asiatischen Ländern bei der Entscheidung nach Wirtschaftlichkeit häufig der Ölpalme statt dem Gummibaum der Vorzug gewährt, da diese höhere Erträge verspricht. Allerdings sind Kautschukbäume deutlich nachhaltiger als viele tropische Hölzer, weil sie beispielsweise ein Vielfaches an Kohlendioxid speichern. Gleich mehrere Anhaltspunkte, um den fairen Handel im Naturkautschuksektor hervorzuheben. Indem eine zusätzliche Fair-Trade-Prämie pro Kilogramm Trockenmasse ausgezahlt wird, schafft der faire Handel einen kleinen finanziellen Spielraum, um zusätzliche Massnahmen umzusetzen, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort verbessern.
Nicht alle Rohstoffe, die FAIR SQUARED verarbeitet, wer den von der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) erfasst. Dafür gibt es einfach zu viele natürliche Rohstoffe. Einer dieser Rohstoffe ist Naturkautschuk (flüssig: Latex), besser bekannt als Gummi. Er wird gewonnen aus dem Saft des tropischen Baumes „Hevea brasiliensis“. Der Verein Fair Rubber e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, „einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger von Gummi zu leisten,
indem er die Prinzipien des fairen Handels auf den Handel mit Gummiprodukten anwendet.“ So steht es in der Satzung. Aber was heisst das?
Fair Rubber ist gut für die Menschen. Gerade die Primär-produzentinnen von natürlichem Kautschuk, also die Gummizapferinnen, die Plantagenarbeiterinnen und die Kleinbauern, sollen die Möglichkeit haben, am fairen Handel teilzunehmen. Doch die niedrigen Preise machen es ihnen unmöglich, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Hier setzt der Fair Rubber e. V. an: Durch das Zahlen einer Fair-Trade-Prämie pro kg Kautschuk wird so weit wie möglich sichergestellt, dass auch bei niedrigen Weltmarktpreisen ihre Produktionskosten gedeckt sind. Darüber hinaus wird eine Fair-Trade-Prämie gezahlt, die den Produzenten einen gewissen finanziellen Spielraum gibt, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wie die Mittel verwendet werden, entscheiden die Produzentinnen selbst: Über den Vorstand der Kleinbauernvereinigung, oder bei Plantagen von einem Gremium, das aus ausgewählten Belegschaftsvertreter*innen und Delegierten des Managements besteht. Alle FAIR SQUARED Produkte, die das Fair-Rubber-Logo tragen, sind Kondome und kommende Produkte aus natürlichem Latex. Mehr Informationen zu unserem Naturkautschuk und den FAIR SQUARED Kondomen finden Sie auf www.fairrubber.org oder www.faircondoms.com
„Fair“ – ein vielbenutztes Wort – was steckt dahinter?
In Zusammenhang mit dem Fairen Handel haben sich inzwischen unterschiedliche Begriffe eingebürgert:
„fairer Handel“: unter fairem Handel versteht man in der Regel das gerechte Verhalten beim Warenaustausch. Hierzu gehören Themen wie Arbeiterrechte, Zölle, Subventionen und vor allem auch der gerechte Umgang mit den Geschäftspartnern und Produzenten.
„Fairer Handel“: mit diesem Begriff wird die gesamte Fairhandelsbewegung erfasst, auch die Organisationen und Unternehmen‚ die ein anderes faires Siegel tragen (außer FLO gibt es noch andere Zertifizierungsstellen) und auch solche, die zwar keine Zertifizierung haben, die Prinzipien des fairen Handels aber einhalten. Wichtig ist, dass sie die essentiellen Kriterien des Fairen Handels erfüllen, wie zum Beispiel die Veränderung des konventionellen Welthandels und die Unterstützung der Produzenten.
„Fairtrade“: steht für die Aktivitäten der Organisation Fairtrade International (FLO), nationaler Fairtrade-Organisationen, Fairtrade-Marketingorganisationen und der Fairtrade-Produzentennetzwerke. Fairtrade ist ein System, das Produkte und Händler identifiziert und zertifiziert, die den Fairtrade-Standards von FLO (Fairtrade International) entsprechen.
Im Mittelpunkt von Fairtrade stehen die Menschen im Süden. Es werden gezielt Kleinbauern und Arbeiter in den Entwicklungsländern gefördert und ihre Position auf dem Weltmarkt verbessert. Nur Produkte, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards entsprechen, dürfen das Fairtrade-Siegel tragen. Wichtige Bestandteile der Standards sind zum Beispiel:
- ArbeiterInnen, PflückerInnen und ProduzentInnen erhalten einen garantierten Mindestlohn. Außerdem wird ihnen dabei geholfen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.
- Die Produzenten und Produzentinnen haben die Garantie, ihre Produkte zu fairen Preisen verkaufen zu können.
- Die Fairtrade-Preise müssen mindestens die Produktionskosten und das Existenzminimum abdecken.
- Gesundheitsschädliche Praktiken, Zwangsarbeit, Diskriminierung und ausbeuterische Kinderarbeit sind verboten.
- Die Produzentengruppen erhalten eine Fairtrade-Prämie, durch welche sie soziale Projekte wie Brunnenbau, Schulbildung, medizinische Versorgung etc. finanzieren und durchführen können.
- Durch langfristige Handelsbeziehungen wird den Produzenten die Zukunftsplanung erleichtert.
- Fairtrade-Produzenten werden bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft unterstützt und es wird ein Aufpreis für biologisch angebaute Produkte bezahlt. Umweltstandards schränken den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien ein und verbieten gentechnisch veränderte Saaten.
- Durch Dialog, Transparenz und gegenseitigen Respekt fördert der Faire Handel mehr Gleichheit im internationalen Handel.
- Konsumenten und Konsumentinnen leisten mit ihrem Einkauf einen persönlichen Beitrag zur Entwicklungshilfe und damit zur Überwindung der Armut.
Ziel ist es, den Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden abzubauen. Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz – und baut so eine Brücke zwischen Produzenten und Verbrauchern. Menschen, die Fairtrade-Produkte kaufen, leisten durch ihren Einkauf einen konkreten Beitrag dazu, das Leben von Bauernfamilien nachhaltig zu verbessern. Zurzeit profitieren 1,3 Millionen Kleinbauern und Arbeiter in über 70 Ländern vom Fairen Handel.
Warum enthalten einige Produkte den Hinweis, sie seien „fair gehandelt“, tragen jedoch nicht das Fairtrade-Siegel?
Einige Organisationen engagieren sich seit vielen Jahren für den Fairen Handel. Viele dieser Organisationen gründeten sich lange bevor die Fairtrade-Zertifizierung überhaupt ins Leben gerufen wurde. Zum Teil bieten diese Unternehmen oder Organisationen auch Produkte an, für die es keine Fairtrade-Standards gibt – wie zum Beispiel Kunsthandwerk.
Fairer Handel oder „fair gehandelt“ ist kein geschützter Begriff. Bei Produkten, die den Anspruch erheben, fair gehandelt zu sein, ist es wichtig, genau nachzufragen, worauf sich dieser Anspruch gründet.
Was ist Fairtrade?
Die Fairtrade Labeling Organisation, Fairtrade International ist der Dachverband der nationalen Fairtrade-Organisationen. Der Verband wurde 1997 in Bonn gegründet, mit dem Ziel die vielen verschiedenen Labels und Standards des Fairen Handels zu vereinen. Das Fairtrade System besteht aus zwei Zweigen:
- Fairtrade International e.V. entwickelt die Bedingungen und Prinzipien, die erfüllt werden müssen, um eine Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten.
- FLOCERT kontrolliert die Einhaltung dieser Prinzipien. Dies ist wichtig um sicherzustellen, dass auch wirklich „fair“ drin ist, wo „fair“ draufsteht.
Das internationale Fairtrade-System besteht heute aus drei Produzentennetzwerken, 25 nationalen Fairtrade-Organisationen, Fairtrade International e.V. und FLOCERT. Die Fairtrade-Organisationen vergeben im jeweiligen Land die Fairtrade-Siegel. In Deutschland ist das zum Beispiel Fairtrade Deutschland e.V., in der Schweiz die Max Havelaar Stiftung und in Österreich Fairtrade Österreich. Die Produzentennetzwerke repräsentieren die vielen verschiedenen Produzentengruppen in Lateinamerika, Afrika und Asien (CLAC: Coordinadora Latinoamericana y del Caribe de Comercio Justo, AFN: African Fairtrade Network und NAP: Network of Asian Producers).
Das Fairtrade-Siegel ist nach Einschätzung des deutschen Forums Fairer Handel das bekannteste und eines der strengsten Gütezeichen des Fairen Handels. Zertifiziert werden fair erzeugte Produkte oder Produkte mit fair erzeugten Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Kaffee, Bananen, Baumwolle und Kosmetik sowie Schmuck, aber auch Holz und Gold.
Was macht Fairtrade genau?
Fairtrade International e.V. ist eine Nichtregierungsorganisation. Sie ist für die Entwicklung der Fairtrade-Standards und die Betreuung der Produzentengruppen verantwortlich. Fairtrade International ist der Dachverband der nationalen Fairtrade-Organisationen (unter anderem von TransFair) und der Produzenten-Netzwerke.
Die Fairtrade-Standards gelten für alle Fairtrade-Produzenten und -Arbeiter. Auch die Händler und Unternehmen, die ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel auszeichnen, müssen sich an die Fairtrade-Standards halten. Genauso die anderen Akteure der Lieferketten: wie zum Beispiel Importeure, Exporteure und Lizenznehmer.
Fairtrade International unterstützt die Produzenten dabei, die Voraussetzungen zu erfüllen, die Fairtrade-Zertifizierung zu bekommen und schafft für die Bauern-Kooperativen neue Marktchancen. Dabei arbeitet Fairtrade International mit sogenannten „Liaison Officers“ zusammen, die vor Ort bei den Produzenten sitzen. Sie unterstützen die Produzenten mit Schulungen, Beratungen zur Zertifizierung und dem Kontakt zu Händlern.
Was sind Fairtrade-Standards?
Ökonomie, Ökologie und Soziales sind die drei Säulen der Fairtrade-Standards. Sie bilden die Spielregeln des Fairen Handels. Alle Produzenten und Händler müssen sich an die Standards halten – nur dann dürfen ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet werden.
Die Standards werden dafür entwickelt, das Leben von Kleinbauern sowie Beschäftigten auf Plantagen, die in den ärmsten Ländern der Welt leben, nachhaltig zu verbessern. Die Entwicklung der Standards erfolgt durch die Abteilung für Standards von Fairtrade International. Sie werden gemeinsam mit Produzenten, Händlern und Experten entwickelt. Die Fairtrade-Standards bestehen aus Kernanforderungen („Core indicators“) und sogenannten Entwicklungs-Indikatoren („Development indicators“). Die Kernanforderungen müssen von jeder Produzenten-Gruppe erfüllt werden, um die Fairtrade-Zertifizierung zu erhalten. Nach der ersten Zertifizierung müssen die Produzenten zudem die Entwicklungs-Anforderungen erfüllen. Diese sind umfangreicher und haben unter anderem das Ziel, die Organisation und die Arbeitsbedingungen der Produzenten zu verbessern, aber auch langfristig wirkende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt umzusetzen.
Was ist alles an FAIR SQUARED Produkten Fairtrade?
Alle Inhaltstoffe eines Produkts, die es als Fairtrade-Variante gibt, müssen auch als Fairtrade-zertifizierte Zutat in das Produkt. Das bedeutet bei Kosmetik-Produkten, dass, wenn es z. B. das für Kosmetik zu verwendende wertvolle Aprikosenkernöl irgendwo auf der Welt von einem Fairtrade Produzenten gibt, es auch eingesetzt werden muss. Es gibt allerdings kosmetische Inhaltsstoffe, die bis heute nicht fair hergestellt werden können und darum nicht in den Fairtrade-Prozentwert einfließen, der auf jedem Produkt deklariert wird.
Bei Produkten, die auf der Haut als „Leave-On Produkte“ einziehen, muss der Fairtrade-Anteil bei mindestens 5 % liegen. Bei Produkten, die man abwäscht (zum Beispiel Seifen als „Rinse-Off Produkte“) liegt er mindestens bei 2 %. Das sieht erstmal nicht besonders „fair“ aus.
Aber: Niemals fair gehandelt wird z. B. der Inhaltsstoff Wasser sein, der bei vielen Kosmetika bis zu 90 % Anteil ausmacht. Auf allen Fairtrade-Kosmetika wird grundsätzlich der Fairtrade-Anteil mit Wasser (Nassgewicht) ausgelobt. Würde man ihn herausrechnen, wäre der prozentuale Trockenanteil natürlich viel höher. Schade, aber so sind die Fairtrade-Regularien. Ohne Wasser haben FAIR SQUARED Kosmetika einen durchschnittlichen Fairtrade-Anteil von über 35 %. Die anderen Prozente machen natürliche Inhaltsstoffe aus, die man für eine gute Kosmetik braucht und die (noch) nicht als Fairtrade-Rohstoffe produziert werden. Wir bleiben dran, denn unser Ziel ist der höchstmögliche Fairtrade-Anteil ohne Qualitätsverlust.
Wie werden Fairtrade-Produzenten und -Händler kontrolliert?
Nachdem die Produzentenorganisationen die Fairtrade-Zertifizierung erhalten haben, werden sie in einem jährlichen Rhythmus kontrolliert. Alle drei Jahre muss das Fairtrade-Zertifikat erneuert werden, das mit einer besonders umfangreichen Prüfung verbunden ist.
Die Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT überprüft vor Ort, ob bei Produzenten und Händlern die Fairtrade-Standards eingehalten und die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards erfüllt werden. Sie kontrolliert auch, dass die Produzentenorganisationen den festgelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen.
FLOCERT ist das unabhängige Zertifizierungsunternehmen von Fairtrade International. Das Unternehmen zertifiziert Produzenten und Händler in über 115 Ländern nach den Fairtrade-Standards. Dabei sind Inspektorinnen und Inspektoren in regelmäßigen Abständen vor Ort und überprüfen, ob die Fairtrade-Standards eingehalten werden.
Kommt das Geld auch bei den Produzenten an?
Zunächst bezieht FAIR SQUARED alle im fairen Handel verfügbaren Inhaltsstoffe von Fairtrade-Produzenten, die von der Fair Label Organisation (FLO) regelmäßig überwacht werden. Dabei wird nicht nur ein Mindestpreis bezahlt, sondern auch eine zusätzliche Prämie, die den Arbeitern und deren Familien hilft, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Die externe Überwachung durch Fairtrade (FLO) ist für alle Beteiligten wichtig, damit der Verbraucher sicher sein kann, dass die Fairtrade-Gelder auch wirklich vollständig bei den Betroffenen ankommen. Denn Trittbrettfahrer (auch „Fairwasher“ genannt) gibt es leider auch, bei denen mit „Fair Trade“ oder „fair gehandelt“ geworben wird, aber leider kein überprüfbares Fairtrade in den Produkten drin ist. Vertrauen schafft hier das offizielle Fairtrade-Siegel.
Darüber hinaus besuchen wir unsere Produzenten-Partner persönlich und sind nach jeder Reise immer wieder tief beeindruckt, wie sehr Fairtrade die Lebensumstände verändern kann.
Ist fairer Handel wirklich fair?
Da es unterschiedliche Fair-Trade-Siegelinitiativen gibt und der faire Handel grundsätzlich auch von sehr dynamischen weltpolitischen Gegebenheiten laufend beeinflusst wird, bleibt es nicht aus, dass Konsumenten sich fragen, ob fairer Handel wirklich fair ist. Hier eine aktuelle Sammlung der häufigsten Gedanken / Kritikpunkte. Es gibt dazu nicht weniger umfassende passende Antworten. Gerne verweisen wir hier ergänzend auf die Web Seiten von FLO / Max Havelaar
- Die Zertifizierungskosten für Produzenten sind zu hoch, welche auch anfallen, obwohl noch kein Abnehmer da ist. Profiteur ist der Zertifizierer, der häufig noch eigene neue Siegel erfindet. Unsere Antwort: Im Fairtrade-System gibt es für finanziell schwache Produzenten / Kooperativen einen Fond, der diese Finanzierungslücke schließen kann und die Zertifizierungen ermöglicht.
- Die Fairtrade-Lizenzgebühr wird auf den Endpreis eines Produktes prozentual bemessen (Kosmetik zum Beispiel 3 %), ohne dass der Fairtrade-Anteil berücksichtigt wird. Unsere Antwort: Das ist richtig, aber bei Kosmetik ist dies zum Beispiel zum Vorteil des gesamten Systems, denn die meisten Kosmetika bestehen aus ca. 80 % Wasser, welches nicht Fairtrade beschafft werden kann.
- Die Bauern erhalten nur einen Bruchteil des Fairtrade-Aufpreises. Unsere Antwort: Natürlich kann man sich darüber beschweren, dass der Handel in Europa bis zu 40 % bis 60 % Netto-Marge für seine Distributionsfunktion verlangt. Dem Fairtrade-Bauern ist es aber egal, denn er möchte möglichst viele seiner Rohstoffe absetzen. Und dazu braucht er viele Händler in Europa. Der Händler in Europa, sofern kein gut organisierter Filialist, hat es aber auch nicht leicht, denn wenn man seine externen Kosten zusammenrechnet, dann bleibt in der Regel auch recht wenig vom Umsatz übrig. Darum ist auch hier der gelebte faire Gedanke wichtig.
- Fairwasher können nur ein Produkt zertifizieren, anstatt eine ganze Produktion oder Serie. Unsere Antwort: Stimmt, aber Verbraucher entscheiden am Ende selbst, ob sie diesem oder jenem Anbieter vertrauen.
- Es gibt auch Wanderarbeiter, die nicht vom Fairtrade-Mindestlohn profitieren können. Unsere Antwort: Ja, da ist eine Lücke im Fairtrade-System, an der gearbeitet wird. Bei den FAIR SQUARED Partnerunternehmen trifft es nach unserem heutigen Wissen nicht zu.
Wenn das Thema fairer Handel aufkommt, wird häufig davon gesprochen, dass ein höherer Preis an die Produzenten der Rohstoffe gezahlt wird, der ihnen einen höheren Lebensstandard ermöglicht. Auch die Möglichkeit, eine Vorauszahlung für konkrete Anschaffungen zu erhalten, zeichnet das System aus. Darüber hinaus bedeutet es aber auch, dass Beteiligte am Fairen Handel eine sogenannte Fair-Trade-Prämie erhalten. Diese ist eine Sonderzahlung, deren Höhe im Falle von Fairtrade International in deren Richtlinien genau festgelegt ist. Bei unserem Partner für Naturkautschuk – dem Fair Rubber e. V. – ist ebenfalls die Höhe der Prämie genau festgelegt.
Über die Verwendung des Geldes wird abgestimmt. Die Mitglieder einer Kooperative oder ein gewähltes Gremium aus Arbeitern einer Plantage, in dem auch Vertreter des Managements sitzen, entscheiden selbst über die Verwendung dieser Prämie. So können beispielsweise die Ausstattung von plantageneigenen Kindertagesstätten oder eine private Rentenversicherung für die Gummizapfer damit finanziert werden. Ein jährliches Audit vor Ort stellt sicher, dass der Einsatz der Prämiengelder gemäß den Richtlinien erfolgte. Insgesamt ist die Fair-Trade-Prämie eine wunderbare Möglichkeit, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort in den Anbauregionen für die beteiligten Partner zu verbessern.
Innerhalb der Staatengemeinschaft der UN haben im September 2015 insgesamt 193 Staaten die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Im Rahmen dessen wurden die sogenannten „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) formuliert. Der Plan: Sie sollen maßgeblich die Politik der kommenden 15 Jahre bestimmen, was die Themen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik betrifft.
Aber wusstest du, dass die Fair-Handels-Bewegung insgesamt und der faire Handel wie wir ihn beispielsweise betreiben, ebenfalls seit langem viele der Prinzipien und Forderungen der vereinbarten UN-Nachhaltigkeitsziele verfolgt?
Diese SDGs sind Teil der Agenda 2030
Auf dieser Grafik sind alle 17 SDGs zusammengefasst, die im Wesentlichen die fünf Kernbotschaften näher beschreiben – nämlich Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft.

Fairer Handel lebt viele SDG’s bereits jetzt
Seit der Gründung von FAIR SQUARED verfolgen wir den Ansatz, den am Produktionsprozess beteiligten Menschen dabei zu helfen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Denn wir sind davon überzeugt, dass eine nachhaltige Zukunft nur möglich ist, wenn wir unsere Mitmenschen und den Planeten soweit wie möglich in den Prozess miteinbeziehen.
1. Keine Armut
Wir zahlen einen festgelegten Mindestpreis für Rohstoffe plus eine Prämie, die dazu dient, die finanziellen Bedingungen der Partner*innen langfristig zu verbessern und in nachhaltige Projekte zu investieren.
2. Kein Hunger
Um eine stabile Existenzgrundlage für alle Kleinbauern und -bäuerinnen sowie weiteren Produzent*innen unserer Rohstoffe zu schaffen, zahlen wir einen Preis, der unabhängig vom Weltmarktpreis festgelegt ist. So ist sichergestellt, dass auch in Zeiten geringer Weltmarktpreise ein Auskommen möglich ist.
3. Gesundheit und Wohlergehen
Die Menschen im globalen Süden leiden oft unter gesundheitsschädlichen Lebensbedingungen. Dazu zählen schlechte Arbeitsbedingungen ebenso wie fehlende sanitäre und medizinische Einrichtungen sowie der häufige Chemikalieneinsatz in der Landbewirtschaftung. Die Fairtrade-Standards beinhalten jedoch zahlreiche Vorgaben, um die Gesundheit der Arbeiter*innen zu schützen. So sind gefährliche Pestizide untersagt, die Einhaltung von geregelten Pausenzeiten Pflicht und vieles mehr.
4. Hochwertige Bildung
Im Rahmen der Fairtrade-Projekte wird die Infrastruktur in Form von Schulen, Lehrmaterialien oder Weiterbildungen gezielt durch Fairtrade-Prämien unterstützt.
5. Geschlechtergerechtigkeit
Wir und die Akteur*innen des fairen Handels sind bestrebt, die Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht und Gender auch im globalen Süden zu erzielen. Daher werden zum Beispiel gezielt Frauenarbeitsrechte gefördert, damit diese sich gleichberechtigt an der Landwirtschaft beteiligen und dadurch ihre eigenen Zukunftschancen erhöhen können.
6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Mithilfe von Prämien, über deren Verwendung die Arbeiter*innen und selbstgewählten Komitees entscheiden, werden beispielsweise Brunnenprojekte realisiert und so der Zugang zu sauberem Trinkwasser erreicht.
7. Bezahlbare und saubere Energie
Fast ebenso wichtig wie der Zugang zu sauberem Wasser ist die flächendeckende Versorgung mit bezahlbaren Energiequellen. Denn ohne Energie ist eine Entwicklung nicht möglich. Das stellt die Staatengemeinschaft vor die große Herausforderung, effiziente Versorgungssysteme in den Entwicklungsländern auf- und auszubauen. In Anbetracht des Klimawandels muss die Energieversorgung in Zukunft sauber und umweltverträglich erfolgen. Bei uns vor Ort in den Kölner Büros und unserer Konfektion beziehen wir daher aus tiefster Überzeugung echten Ökostrom aus nachhaltigen Energiequellen von Greenpeace Energy.
8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum darf nur unter fairen Bedingungen entstehen. Daher werden Werte wie Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie existenzsichernde Löhne als zentrale Punkte des fairen Handels verstanden.
9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
Auch außerhalb der Fairtrade-Zusammenarbeit sind wir als nachhaltiges Unternehmen daran interessiert, ökologisch verträgliche Wege einzuschlagen. So versuchen wir beispielsweise regional verfügbare Rohstoffe, lokal ansässige Produktionspartner*innen und innovative Technologien in unsere tägliche Arbeit einzuschließen.
10. Weniger Ungleichheiten
In unserer gesamten Wertschöpfungskette und der Firmenstruktur spielt die Fairness eine übergeordnete Rolle. Flache Hierarchien, ein ausgeprägtes Mitspracherecht aller Mitarbeiter*innen sowie die Wahrung der Bedürfnisse aller sind bei FAIR SQUARED selbstverständlich.
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
Als Fairtrade-Partner sind wir Befürworter der Initiative der sogenannten Fairtrade-Towns und unterstützen den Ausbau der Kampagne auf weitere Kommunen. Unser Firmensitz Köln darf sich übrigens schon seit November 2011 mit dem Zusatz „63. Fairtrade-Town“ schmücken.
12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Natürlich sind wir als Hersteller und Händler daran interessiert, unsere Produkte zu verkaufen. Dies darf aber nicht auf Kosten der Umwelt geschehen. So kompensieren wir beispielsweise all unsere Emissionen durch Klimaschutzprojekte, sind dabei unser Sortiment auf „komplett plastikfrei“ umzustellen und engagieren uns im Aufbau nachhaltiger Branchenlösungen.
13. Maßnahmen zum Klimaschutz
Wir fördern den nachhaltigen, ressourcenschonenden Anbau wertvoller Rohstoffe unter Fairtrade-Bedingungen. Darüber hinaus unterstützen wir den ökologischen Landbau und nutzen die Chance, klimafreundliche und umweltverträgliche Produkte für Konsument*innen als Alternative zu konventionellen attraktiv zu machen.
14. Leben unter Wasser
Unsere Verantwortung erstreckt sich keinesfalls nur auf das Leben an Land. Vielmehr ist besonders das marine Ökosystem von unserer Lebensweise bedroht. Als kleines Ocean-Plastic-Projekt haben wir gemeinsam mit unseren Partnern in Sri Lanka einen Weg gefunden, wie wir PP-Flaschendeckel recyceln können und so dazu beitragen, dass sie nicht im Meer landen.
15. Leben an Land
Nur ein intaktes Ökosystem kann auch in Zukunft den Bedürfnissen von Mensch und Tier gerecht werden. Daher nutzen wir beispielsweise FSC®-zertifizierte Rohstoffe und treten für nachhaltige und faire Bedingungen beim Abbau von Latex in Indien und Sri Lanka ein.
16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Wir stärken mit dem fairen Handel die Rechte der Menschen im globalen Süden und geben ihnen die Möglichkeit, am Welthandel teilzunehmen. Das schafft Emanzipation und trägt zu einer verträglicheren Lösung im weltweiten Handelsverhältnis bei.
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Unseren Fair-Trade-Partner*innen überall auf der Welt begegnen wir auf geschäftlicher Augenhöhe. Darüber hinaus stehen wir im Austausch mit verschiedenen Fair-Trade-Organisationen und anderen Institutionen, die uns beim Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele behilflich sind.
Garten (1)
In welchem Monat du in deinem Garten oder auf deinem Balkon was ansäen kannst, hängt stark davon ab, was du genau ansäen willst. Dazu gibt es detaillierte Aussaatkalender, welche in der Regel von Saatgutherstellern zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen jenen von Zollinger, ein praktischer Gartenkalender mit Aussaatzeiten nach Monat. So kannst du im Frühling, Sommer, Herbst und Winter gärtnern.
Gesundheit (4)
Was solltest du bei Materialien, Herkunft und Entsorgung von Kondomen beachten? Kondome bestehen in der Regel aus Naturkautschuk, der aus dem Latexsaft des Kautschukbaums gewonnen wird. Der botanische Name unserer Naturkautschuk-Bäume ist Hevea Brasiliensis und sie wachsen nur in bestimmten tropischen Regionen dieser Erde. In Sachen Nachhaltigkeit stehen hier vor allem die Anbaubedingungen und Verarbeitung im Vordergrund: Nicht selten steht der Anbau von Naturkautschuk mit Menschenrechtsverletzungen und Abholzungen in Verbindung. Lange Zeit gab es keine Möglichkeit zur Zertifizierung des Rohstoffes, um sozial und ökologisch faire Anbaubedingungen zu garantieren. Mit der Gründung des Fair Rubber e.V. (www.fairrubber.org), wurde das bekannte und erprobte Zertifizierungsschema von Fair Trade Teeplantagen auf Plantagen für Naturkautschuk übertragen. Sie sichern so vielen Latexzapfer*innen und Ihren Familien faire Bezahlung und verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen dank Fair-Trade-Prämie. Gleichzeitig wird ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Schonung der Umwelt garantiert. Wie Kondome verpackt sein müssen, ist in Europa gesetzlich festgelegt. Klassifiziert als Medizinprodukt der Klasse IIB, muss sichergestellt sein, dass Verunreinigungen vermieden werden und die Kondome luftdicht verpackt sind, damit sie 5 Jahre haltbar sind. Ebenso darf kein Kondom ohne Anwendungsbeschreibung verkauft werden. In der Regel ergeben sich daraus zwei Verpackungen. Zum einen die Umverpackung aus Pappe mit den entsprechenden Produktinformationen, zum anderen die Kondomfolie, die sich meistens aus drei Folienschichten (Kunststoff-Aluminium-Kunststoff) zusammensetzt. FAIR SQUARED hat nun eine neue Folie im Einsatz, die eine Plastikfolienschicht durch eine Papierfolie ersetzt hat. Das reduziert den Plastikanteil um mehr als 40 %. Außerdem sind die Pappverpackungen vollständig recyclebar, da gänzlich auf synthetische Farben oder Glanzdrucke verzichtet wird. Wie wir nun gelernt haben, bestehen Kondome aus Naturkautschuk-Latex. Naturgummi ist zu 100 % biologisch abbaubar und schadet der Umwelt nicht. Doch die meisten Verhüterlis weltweit sind zusätzlich mit Silikon-Öl als Gleitmittel beschichtet, um das Einführen angenehmer zu gestalten. Für diese sogenannten feuchten Kondome gibt es aktuell keine natürliche Alternative. Warum? Würde man Kondome mit einem Gleitmittel auf Wasserbasis beschichten, würde das Gleitmittel nach kurzer Zeit (rund 6 Monate) aus der Folie weitestgehend diffundieren. Als echte nachhaltige Alternative: ein trockenes Kondom mit Maispuder-Beschichtung! Diese Kondome sind biologisch abbaubar und die Anwendenden können individuell entscheiden, welches und wie viel Gleitmittel verwendet werden soll. In welchen Müll packe ich mein benutztes Kondom? Bei befeuchteten Kondomen ist die Antwort glasklar – Restmüll! Denn das enthaltene Silikon-Öl kann nicht biologisch abgebaut oder recycelt werden. Der Naturkautschuk ist zwar biologisch abbaubar, aber eher nicht kompostierbar. Verhüterli sind nicht für den Kompost geeignet! Denn benutzte Kondome können Tiere anziehen und diesen bei Verzehr schaden. Wenn du trockene Kondome ohne zusätzliches Gleitmittel verwendest oder eines, das sicher biologisch abbaubar ist, hast du zwar vollständig abbaubare Materialen, “jedoch ist die Dauer bis zur vollständigen Zersetzung zu lange, um den Anforderungen an Biomüll gerecht zu werden, ähnlich wie bei Müllbeuteln aus Maisstärke“, teilt z.B. AWB Köln mit. Daher auch hier: ab in die Restmülltonne. Damit tut ihr der Umwelt den grössten Gefallen. 🙏 Und wer auch sonst Tier- und Umwelt einen Gefallen tun möchte, achtet ebenso bei Kondomen auf die vegan-Zertifizierung. Denn manche Produzierende nutzen Kasein bei der Herstellung, ein tierisches Milchprotein. FAIR SQUARED Kondome sind übrigens alle vegan und selbstredend nicht an Tieren getestet. Also noch einmal zusammengefasst – Können Kondome wirklich nachhaltig sein? Ja sie können! Achtet beim Kauf auf fair gehandelten Naturkautschuk, Vegan-Siegel, recyclebare Papier-Verpackungen und entsorgt richtig, dann steht dem nachhaltigen Liebesspiel nichts im Wege!
Nicht alle Rohstoffe, die FAIR SQUARED verarbeitet, wer den von der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) erfasst. Dafür gibt es einfach zu viele natürliche Rohstoffe. Einer dieser Rohstoffe ist Naturkautschuk (flüssig: Latex), besser bekannt als Gummi. Er wird gewonnen aus dem Saft des tropischen Baumes „Hevea brasiliensis“. Der Verein Fair Rubber e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, „einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger von Gummi zu leisten,
indem er die Prinzipien des fairen Handels auf den Handel mit Gummiprodukten anwendet.“ So steht es in der Satzung. Aber was heisst das?
Fair Rubber ist gut für die Menschen. Gerade die Primär-produzentinnen von natürlichem Kautschuk, also die Gummizapferinnen, die Plantagenarbeiterinnen und die Kleinbauern, sollen die Möglichkeit haben, am fairen Handel teilzunehmen. Doch die niedrigen Preise machen es ihnen unmöglich, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Hier setzt der Fair Rubber e. V. an: Durch das Zahlen einer Fair-Trade-Prämie pro kg Kautschuk wird so weit wie möglich sichergestellt, dass auch bei niedrigen Weltmarktpreisen ihre Produktionskosten gedeckt sind. Darüber hinaus wird eine Fair-Trade-Prämie gezahlt, die den Produzenten einen gewissen finanziellen Spielraum gibt, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wie die Mittel verwendet werden, entscheiden die Produzentinnen selbst: Über den Vorstand der Kleinbauernvereinigung, oder bei Plantagen von einem Gremium, das aus ausgewählten Belegschaftsvertreter*innen und Delegierten des Managements besteht. Alle FAIR SQUARED Produkte, die das Fair-Rubber-Logo tragen, sind Kondome und kommende Produkte aus natürlichem Latex. Mehr Informationen zu unserem Naturkautschuk und den FAIR SQUARED Kondomen finden Sie auf www.fairrubber.org oder www.faircondoms.com
Du kennst das sicherlich aus anderen Situationen. Manchmal möchte man etwas tun, es ist aber einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Im Klartext heißt das: Versuche nicht krampfhaft bei Beginn deiner Periode die neue Errungenschaft Menstruationstasse auszuprobieren, obwohl du eigentlich direkt die Wohnung verlassen musst, um zur Arbeit oder Uni zu geben. Nimm dir lieber etwas Zeit dafür, um dich an die Tasse heranzutasten. Du kannst übrigens auch schon den richtigen Einsatz üben, wenn deine Periode noch nicht eingesetzt ist. Am Anfang mag der Umgang mit der Period Cup etwas ungewohnt sein, besonders, wenn man bisher nur Erfahrungen mit Tampons oder Binden gemacht hat. Wir können dir aber versichern, dass fast jede der Frauen irgendwann soweit ist, dass sie die Tasse nahezu im Schlaf einsetzen, herausholen und ausleeren kann. Als wichtigste Maxime sei hier gesagt: Entspann dich (und deine Beckenbodenmuskulatur), wenn du die Cup einsetzen möchtest. Das ist schon die halbe Miete. Übung macht auch hier den Meister. Wenn es für dich angenehm ist, kannst du beim Einführen einen Fuß erhöht auf Badewannenrand oder Toilette stellen. Schnell wirst du ein Gespür dafür bekommen, ob die Tasse richtig sitzt. Grundsätzlich führt man eine Menstruationstasse aber nicht soweit ein wie einen Tampon. Sie sitzt viel näher am Scheidenausgang. Manche empfinden es angenehm, etwas weiter oben, bei anderen verschwindet sie gerade so im Innern der Scheide. Einer der häufigsten Gründe, warum Frauen beim Herantasten an Menstruationstassen verunsichert sind, ist die Frage nach dem „Wie bekomme ich die Tasse denn wieder heraus?“. Aber lasst euch sagen, dass dies mit der richtigen Technik absolut kein Problem sein sollte. Kein Grund zur Panik, wenn das gute Stück einmal im Laufe der Zeit weiter nach oben gerutscht sein sollte. Indem du deine Beckenbodenmuskulatur anspannst, wandert die Cup wieder nach unten, sodass du sie greifen kannst. Falls es nicht direkt beim ersten Mal klappt, versuch es erneut, aber lass dich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Und natürlich: Nicht am Stiel ziehen, sondern zuerst den leichten Unterdruck lösen, indem du beispielweise den Boden der Period Cup kurz zusammendrückst.
ABSOLUTE DON’TS DER PERIOD CUP
- Produkt sauber halten. Vor der Benutzung für 5 Minuten in sauberem Wasser auskochen. Nach der Reinigung zum Ende der Periode im beigefügten Baumwollbeutel an einem trockenen Ort lagern.
- Beim Auskochen nicht im Topf vergessen. Für ausreichend Wasser sorgen und zwischendurch kontrollieren. Damit die Period Cup nicht mit dem heißen Topfboden in Kontakt kommt, könnt ihr sie in einen Schneebesen geben.
- Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, ist es wichtig, dass du etwas mehr auf es Acht gibst. Setze deine Period Cup nicht unnötig dem direkten Sonnenlicht aus, das könnte dem Material auf Dauer zu schaffen machen. Der mitgelieferte Baumwollbeutel eignet sich ideal zur lichtgeschützten Aufbewahrung.
- Nicht außerhalb der Periode tragen. So vermeidet ihr eine Infektionsgefahr.
- Nicht zur Verhütung beim Sex benutzen. Die Period Cup ist kein Verhütungsmittel und schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten!
- Keine Reinigung in Geschirrspül- oder Waschmaschine. Niemals solltest du versuchen, deine Period Cup in einem Gerät zu reinigen. Auch wenn es vielleicht verlockend klingt – wasch die Tasse stets per Hand unter fließendem Wasser, das ist vollkommen ausreichend.
Du möchtest noch mehr erfahren? Für die optimale Verwendung der FAIR SQUARED Period Cup haben wir eine Gebrauchsanweisung verfasst.
Als wichtige Orientierungspunkte für die Wahl der geeigneten Grösse spielen Fragen nach der Höhe des Muttermunds und der Stärke deiner Blutung eine übergeordnete Rolle. Wenn du beispielsweise weisst, dass sich dein Muttermund während der Tage nach unten absenkt, solltest du eine kürzere Tasse nutzen. Bei einer stärkeren Periode empfiehlt sich eine grössere Period Cup mit mehr Volumen.
Kleider & Schuhe (6)
Die Flipflops werden aus Naturkautschuk hergestellt. Der verwendete fair gehandelte Naturkautschuklatex der WAVES Flipflops ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, der aus dem Baum des Hevea Brasiliensis gewonnen und in Handarbeit gezapft wird. Der Kautschukbaum ist ein echter Alleskönner. Um den Milchsaft des Kautschukbaums Hevea brasiliensis zu gewinnen, wird die Rinde des Baums so angeritzt, dass der Saft aus dem Baum fliessen kann. Üblicherweise fängt man die weisse Flüssigkeit in einem Behälter auf, der an dem Baumstamm befestigt wurde, um sie danach weiterzuverarbeiten.
Nachdem der Latex geerntet wurde, wird er zur Weiterverarbeitung gesammelt. An einer zentralen Stelle werden die Milchmenge erfasst und der Gummianteil direkt gemessen. In mehreren Arbeitsschritten wird nun aus dem Latex durch die Beimischung von Ameisensäure möglichst viel Wasser herausgepresst. So beginnt das flüssige Material zu koagulieren – ähnlich wie bei Milch unter der Beigabe von Zitronensaft. Es entsteht eine Art Latexjoghurt, der Schritt für Schritt zu dünnen Lappen, den sogenannten Crepes, gepresst wird.
Kautschukbäume sind nachhaltiger als viele tropische Hölzer, weil sie beispielsweise ein Vielfaches an Kohlendioxid speichern.
Ja, WAVES Flipflops sind nachhaltig, plastikfrei und fair gehandelt. Das heisst faire Löhne, langfristigen Handelsbeziehungen, würdige Arbeits- und Lebensbedingungen, faire Preise, Vorfinanzierung von Aufträgen und das bezahlen einer Fair Trade Prämie. Die Mitglieder einer Kooperative oder ein gewähltes Gremium aus Arbeitern einer Plantage, in dem auch Vertreter des Managements sitzen, entscheiden selbst über die Verwendung dieser Prämie. So können beispielsweise die Ausstattung von plantageneigenen Kindertagesstätten oder eine private Rentenversicherung für die Gummizapfer damit finanziert werden. Ein jährliches Audit vor Ort stellt sicher, dass der Einsatz der Prämiengelder gemäß den Richtlinien erfolgte. Insgesamt ist die Fair-Trade-Prämie eine wunderbare Möglichkeit, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort in den Anbauregionen für die beteiligten Partner zu verbessern.
Ja, die WAVES Flipflops sind plastikfrei, fair gehandelt und vegan. Zudem tragen sie das Zeichen für verantwortungsvolle Waldwirtschaft FSC (Mehr Informationen zum Forest Stewardship Council (FSC) findet man unter www.fsc.org)
WAVES Flip-Flops sind für vegan lebende Menschen geeignet. Die Rezeptur ist frei von tierischen Inhaltsstoffen. Bei der Herstellung wird der Milchbestandteil Kasein NICHT eingesetzt. WAVES Flipflops tragen das Label der „The Vegan Society“ (www.vegansociety.com)
Ja, sowohl die Sohle, als auch die Bänder, wie auch die Buchstaben auf den Bändern sind komplett plastikfrei und aus 100% fair gehandeltem Naturkautschuk.
Wir empfehlen die WAVES Flipflops als Handwäsche mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Auf aggressive Reinigungsmittel sollte verzichtet werden, da sie das Material angreifen könnten. Die Flipflops sollten bei nicht Verwendung gut gelagert werden, sprich flach liegend, nicht zerdrückt, so dass sich die Flipflops nicht verformen. So bleibt auch der Tragekomfort dauerhaft erhalten.
Die nachhaltigen Flipflops von WAVES stammen aus Sri Lanka. Der dafür verwendete fair gehandelte Naturkautschuk wird dort angebaut, abgebaut und verarbeitet. Und auch die Produktion der Flipflops findet auf Sri Lanka statt. Somit bleibt so viel Wertschöpfung wie nur möglich im Land. Das schafft Arbeitsplätze, Know-How und Einkommen.
Kondome (9)
Was solltest du bei Materialien, Herkunft und Entsorgung von Kondomen beachten? Kondome bestehen in der Regel aus Naturkautschuk, der aus dem Latexsaft des Kautschukbaums gewonnen wird. Der botanische Name unserer Naturkautschuk-Bäume ist Hevea Brasiliensis und sie wachsen nur in bestimmten tropischen Regionen dieser Erde. In Sachen Nachhaltigkeit stehen hier vor allem die Anbaubedingungen und Verarbeitung im Vordergrund: Nicht selten steht der Anbau von Naturkautschuk mit Menschenrechtsverletzungen und Abholzungen in Verbindung. Lange Zeit gab es keine Möglichkeit zur Zertifizierung des Rohstoffes, um sozial und ökologisch faire Anbaubedingungen zu garantieren. Mit der Gründung des Fair Rubber e.V. (www.fairrubber.org), wurde das bekannte und erprobte Zertifizierungsschema von Fair Trade Teeplantagen auf Plantagen für Naturkautschuk übertragen. Sie sichern so vielen Latexzapfer*innen und Ihren Familien faire Bezahlung und verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen dank Fair-Trade-Prämie. Gleichzeitig wird ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Schonung der Umwelt garantiert. Wie Kondome verpackt sein müssen, ist in Europa gesetzlich festgelegt. Klassifiziert als Medizinprodukt der Klasse IIB, muss sichergestellt sein, dass Verunreinigungen vermieden werden und die Kondome luftdicht verpackt sind, damit sie 5 Jahre haltbar sind. Ebenso darf kein Kondom ohne Anwendungsbeschreibung verkauft werden. In der Regel ergeben sich daraus zwei Verpackungen. Zum einen die Umverpackung aus Pappe mit den entsprechenden Produktinformationen, zum anderen die Kondomfolie, die sich meistens aus drei Folienschichten (Kunststoff-Aluminium-Kunststoff) zusammensetzt. FAIR SQUARED hat nun eine neue Folie im Einsatz, die eine Plastikfolienschicht durch eine Papierfolie ersetzt hat. Das reduziert den Plastikanteil um mehr als 40 %. Außerdem sind die Pappverpackungen vollständig recyclebar, da gänzlich auf synthetische Farben oder Glanzdrucke verzichtet wird. Wie wir nun gelernt haben, bestehen Kondome aus Naturkautschuk-Latex. Naturgummi ist zu 100 % biologisch abbaubar und schadet der Umwelt nicht. Doch die meisten Verhüterlis weltweit sind zusätzlich mit Silikon-Öl als Gleitmittel beschichtet, um das Einführen angenehmer zu gestalten. Für diese sogenannten feuchten Kondome gibt es aktuell keine natürliche Alternative. Warum? Würde man Kondome mit einem Gleitmittel auf Wasserbasis beschichten, würde das Gleitmittel nach kurzer Zeit (rund 6 Monate) aus der Folie weitestgehend diffundieren. Als echte nachhaltige Alternative: ein trockenes Kondom mit Maispuder-Beschichtung! Diese Kondome sind biologisch abbaubar und die Anwendenden können individuell entscheiden, welches und wie viel Gleitmittel verwendet werden soll. In welchen Müll packe ich mein benutztes Kondom? Bei befeuchteten Kondomen ist die Antwort glasklar – Restmüll! Denn das enthaltene Silikon-Öl kann nicht biologisch abgebaut oder recycelt werden. Der Naturkautschuk ist zwar biologisch abbaubar, aber eher nicht kompostierbar. Verhüterli sind nicht für den Kompost geeignet! Denn benutzte Kondome können Tiere anziehen und diesen bei Verzehr schaden. Wenn du trockene Kondome ohne zusätzliches Gleitmittel verwendest oder eines, das sicher biologisch abbaubar ist, hast du zwar vollständig abbaubare Materialen, “jedoch ist die Dauer bis zur vollständigen Zersetzung zu lange, um den Anforderungen an Biomüll gerecht zu werden, ähnlich wie bei Müllbeuteln aus Maisstärke“, teilt z.B. AWB Köln mit. Daher auch hier: ab in die Restmülltonne. Damit tut ihr der Umwelt den grössten Gefallen. 🙏 Und wer auch sonst Tier- und Umwelt einen Gefallen tun möchte, achtet ebenso bei Kondomen auf die vegan-Zertifizierung. Denn manche Produzierende nutzen Kasein bei der Herstellung, ein tierisches Milchprotein. FAIR SQUARED Kondome sind übrigens alle vegan und selbstredend nicht an Tieren getestet. Also noch einmal zusammengefasst – Können Kondome wirklich nachhaltig sein? Ja sie können! Achtet beim Kauf auf fair gehandelten Naturkautschuk, Vegan-Siegel, recyclebare Papier-Verpackungen und entsorgt richtig, dann steht dem nachhaltigen Liebesspiel nichts im Wege!
Selbstverständlich werden auch diese Kondome entsprechend strenger Qualitätsparameter gefertigt und geprüft. Man erkennt dies relativ einfach an einem CE Zeichen und der entsprechenden Angabe der ISO-Norm 4074: 2002 („Kondome aus Naturkautschuklatex – Anforderungen und Prüfverfahren“) auf der Verpackung. Die europäischen Normen zur Herstellung von Kondomen wird auch hier sichergestellt, jedes einzelne Kondom wird elektronisch überprüft und die Produktion wird laufend vom unabhängigen Firmen überwacht.
Mittlerweile gibt es auch neben Kondomen viele verschiedene vegane und auch fair gehandelte Produkte für eine sorgenfreie Sexualität. Gleitmittel, Intimreinigung, Intimrasur, Massageöle oder Massagekerzen sind nur einige Beispiele. Eine Auswahl solcher fair gehandelten, veganen und natürlichen Produkte rund um ein erfülltes Liebesleben haben wir Euch in unserem Shop zusammengestellt.
Viele herkömmliche Kondome enthalten Kasein / Casein, ein Milchprotein. Vegane Kondome verzichten auf tierische Inhaltsstoffe und werden ohne tierische Hilfsstoffe hergestellt.
Nicht alle Rohstoffe, die FAIR SQUARED verarbeitet, wer den von der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) erfasst. Dafür gibt es einfach zu viele natürliche Rohstoffe. Einer dieser Rohstoffe ist Naturkautschuk (flüssig: Latex), besser bekannt als Gummi. Er wird gewonnen aus dem Saft des tropischen Baumes „Hevea brasiliensis“. Der Verein Fair Rubber e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, „einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger von Gummi zu leisten,
indem er die Prinzipien des fairen Handels auf den Handel mit Gummiprodukten anwendet.“ So steht es in der Satzung. Aber was heisst das?
Fair Rubber ist gut für die Menschen. Gerade die Primär-produzentinnen von natürlichem Kautschuk, also die Gummizapferinnen, die Plantagenarbeiterinnen und die Kleinbauern, sollen die Möglichkeit haben, am fairen Handel teilzunehmen. Doch die niedrigen Preise machen es ihnen unmöglich, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Hier setzt der Fair Rubber e. V. an: Durch das Zahlen einer Fair-Trade-Prämie pro kg Kautschuk wird so weit wie möglich sichergestellt, dass auch bei niedrigen Weltmarktpreisen ihre Produktionskosten gedeckt sind. Darüber hinaus wird eine Fair-Trade-Prämie gezahlt, die den Produzenten einen gewissen finanziellen Spielraum gibt, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wie die Mittel verwendet werden, entscheiden die Produzentinnen selbst: Über den Vorstand der Kleinbauernvereinigung, oder bei Plantagen von einem Gremium, das aus ausgewählten Belegschaftsvertreter*innen und Delegierten des Managements besteht. Alle FAIR SQUARED Produkte, die das Fair-Rubber-Logo tragen, sind Kondome und kommende Produkte aus natürlichem Latex. Mehr Informationen zu unserem Naturkautschuk und den FAIR SQUARED Kondomen finden Sie auf www.fairrubber.org oder www.faircondoms.com
Das Kondom – auch Präservativ, Pariser, Präser, Gummi oder Verhüterli genannt – ist ein Produkt zur Verhütung von Krankheitsübertragungen und Schwangerschaften und kommt als luftballonähnlicher Schlauch daher. Meist besteht es aus Naturkautschuk Latex, Polyethylen(PE), Polyurethan(PUR) oder Polyisopren und ist mit einer Gleitflüssigkeit überzogen. Kondome sind Medizinprodukte der Klasse 2b.
Das Kondom wird über den erigierten Penis abgerollt, so dass beim Sex kein Austausch von Körperflüssigkeiten stattfindet. Aus diesem Grund gilt es als extrem verlässliches Verhütungsmittel, wenn es denn richtig angewandt wird.
Kondome gibt es in zahllosen Variationen. Unterschiedliche Farben und Geschmäcker, genoppte oder gerillte Exemplare, beschichtete oder unbeschichtete, extradünne für intensive Gefühle, extradicke für Analverkehr, Kondome mit Spermizid für den Extra-Schwangerschafts-Schutz oder mit dem Lokalanästhetikum Benzocain für die länger Ausdauer und XXL-Kondome für längere Penisse. Auch Fair-Trade Kondome sind mittlerweile erhältlich! Ein umfangreiches Angebot findet ihr im Shop.
Es gibt Hunderte von Pflanzen, die „gummiähnliche“ Säfte abscheiden (z.B. der Löwenzahn). Seit über 100 Jahren ist jedoch nur noch der Saft des Baumes Hevea Brasiliensis relevant (der eigentliche Gummibaum, nicht zu verwechseln mit der Zimmerpflanze gleichen Namens: Ficus Elastica), der aus dem Amazonasurwald stammt, wo die ursprünglichen Einwohner schon vor Jahrhunderten um die elastischen und wasserdichten Eigenschaften des Rindensaftes wussten.
‚Relevant‘ wurde Gummi erst durch die 1840 erfundene Vulkanisierung, die den Gummi haltbar macht (kein Kleben und Schmelzen mehr). 1876 gelang es Großbritannien, auf fragwürdiger legaler Basis mehrere Zehntausend Samen aus dem Amazonas zu ‚beschaffen‘, welche die Basis für die Plantagen in Süd- und Südostasien bilden, welche heute die Produktion natürlichen Kautschuks dominieren. Thailand, Indonesien, Malaysia und Indien sind die vier wichtigsten Lieferländer.
1913/14 ‚überholte‘ Plantagengummi erstmals volumenmässig den im Urwald gezapften. Hauptabnehmer war von Anfang an die Autoindustrie: 1900 gab es weltweit eine Million Autos, wobei zuvor ca. 7 Millionen Fahrräder den ersten Nachfrageschub lieferten.
Durch die Weltkriege (Gasmasken u.a.) wurde der Bedarf größer und die Liefersicherheit in Frage gestellt, was zu verstärkten Forschungsanstrengungen nach künstlichen Ersatzstoffen führte: Ende der 50er Jahre ‚überholte‘ synthetischer Gummi den natürlichen auch bezogen auf das Handelsvolumen. Heute sind rund 60% dessen, was landläufig als ‚Gummi‘ bezeichnet wird, solche auf Petroleumbasis erzeugte synthetische Gummis, die zum Teil aus Preis-, zum Teil aus Qualitätsgründen natürlichen Kautschuk verdrängen. Bei bestimmten Premium-Produkten, von der Wärmflasche bis zum Reifen der Jumbo-Jets, gibt es jedoch weiterhin keinen Ersatz für natürlichen Kautschuk.
Weniger bekannt sind die Grausamkeiten, ohne die eine Ausweitung des Handels nicht möglich gewesen wäre: Einheimische im Kongo und im Amazonas wurden zum Gummizapfen gezwungen, bei Nichteinhaltung willkürlicher Zapfnormen verstümmelt, bei Weigerung umgebracht. Man schätzt, dass im Kongo für jede 5 kg Gummis ein Mensch sein Leben lassen musste (anders ausgedrückt: vier Menschenleben für die Reifen eines Model-T). Im Amazonas wurden mindestens 30.000 Menschen wegen des Gummiwahns getötet.
Quelle: www.fairrubber.org
Die Produktion von natürlichem Kautschuk ist jedoch mancherorts mit teilweise gravierenden ökologischen und sozialen Problemen belastet. Niedrige Weltmarktpreise für Kautschuk machen es für die Primärproduzenten von Kautschuk, also die Gummizapfer, die Plantagenarbeiter und die Kleinbauern oft sehr schwer, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Weiterhin gibt es immer wieder Berichte über zum Teil miserable Arbeitsbedingungen wie z.B. unzureichende Sicherheitsstandards, Kinderarbeit, Diskriminierung und Zwangsarbeit. Schliesslich sind Agrargifte, die zum Teil bei der Erzeugung von natürlichem Kautschuk eingesetzt werden, vor allem eine direkte Gefährdung für die Gesundheit der Menschen, die den Kautschuk gewinnen und verarbeiten, und zudem indirekt auch durch eine Belastung von Fauna und Flora vor Ort.
Doch es gibt durchaus auch Kondome, welche bei der Beschaffung und Verarbeitung des Rohstoffs Kautschuk auf den fairen Umgang mit allen Beteiligten Rücksicht nehmen. Dazu zählen menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Preise, ökologisch nachhaltiges Wirtschaften sowie der Verzicht auf Kinderarbeit und Tierversuche. Solche Kondome verwenden zum Beispiel Naturkautschuklatex von der FSC-zertifizierten New Ambadi Plantage in Tamil Nadu, Süd-Indien und tragen das Fair Rubber e.V. Logo. In New Ambadi wird in einer nachhaltigen Art und Weise fair gehandelter Latex möglichst umweltschonend erzeugt. Ein Beitrag zur Artenvielfalt von Pflanzen, inzwischen finden sich auch wieder eine Vielzahl von Insekten und Kleintieren in New Ambadi. Respekt und Achtsamkeit – nicht nur im Umgang mit der Umwelt – sind schliesslich eine gemeinsame Verantwortung. Auf der Plantage wird soziale Verantwortung und menschliches Miteinander grossgeschrieben. Mit der Fair Trade Prämie, die für jedes Kilo Latex gezahlt wird, können die Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Lebensumstände ein wenig verbessern. Die Belegschaft beschliesst eigenständig über die Verwendung des Mehrpreises, welcher für den Latex bezahlt wird. So wurde in New Ambadi die medizinische Versorgung verbessert, bei schweren Erkältungen wird sichergestellt, dass die Betroffenen von entsprechenden Fachärzten behandelt werden, Mitarbeiter können Stipendien für weiterführende Bildung ihrer Kinder beantragen und eine mit Fair Trade Mitteln finanzierte zusätzliche Rentenversicherung hilft, dass die Arbeiter im Ruhestand etwas besser versorgt sind.
- Verpackung überprüfen! Das Luftpolster um das Kondom muss intakt sein.
- Verpackung vorsichtig öffnen und Kondom entnehmen!
- Kondom erst überstreifen, wenn der Penis steht. Vorhaut zurück ziehen, bevor das Gummi drüber kommt!
- Mit zwei Fingern oben die Luft aus dem Zipfel des Kondoms drücken und das Gummi wie ein Hütchen auf die Eichel setzen. Wichtig: Die Rolle des Kondoms muss aussen liegen, damit es sich abrollen lässt!
- Kondom oben festhalten und am Ring komplett nach unten abrollen. Gleitmittel danach auftragen, wenn nötig. Trockenheit beim Verkehr kann das Kondom beschädigen. Auch beim Analverkehr ohne Lubrikation besteht die Gefahr, dass das Kondom ganz schnell beschädigt wird.
Do’s and don’ts mit Kondomen
Do’s:
- Immer ein Kondom dabei haben und es auch benutzen!
- Bei der Nutzung eines Kondoms nur Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis verwenden!
- Kondom nur bis um Verfallsdatum benutzen und sicher aufbewahren! Hitze, Kälte oder Reibung – z.B. im Portemonnaie – können das Kondom schädigen.
- Das Kondom immer vollständig abrollen. Es macht sich sonst beim Rein- und Raus selbstständig!
- Den Penis aus der Vagina ziehen, bevor er schlapp macht! Das Kondom bleibt sonst hängen und der Inhalt läuft aus.
- Kondom im Mülleimer entsorgen, Hände waschen und das Nachspiel nicht vergessen!
Don’ts:
- Die passende Kondomgrösse verwenden. Zu grosse Kondome können abrutschen, zu kleine Kondome sind unangenehm und Nicht XXL-Kondome kaufen um Eindruck zu machen, wenn der beste Freund „nur“ Standartgrösse aufweist. Das Kondom kann beim Akt abrutschen.
- Lange Fingernägel können das Kondom beschädigen. Sowohl beim Öffnen der Packung und Abrollen über den Penis, als auch beim Akt selbst, wenn die Finger zusätzlich ins Spiel kommen.
- Kondom nicht vor der Benutzung schon komplett ausrollen!
- Keine Bodylotion, Massageöl, Babyöl, Vaseline oder Fett als Gleitmittel benutzen!
- Vorsicht: Intimpiercings – besonders der „Prince Albert“ – können das Kondom leicht schädigen!
- Nicht die Vagina mit der ungewaschenen Hand berühren, mit der man das Kondom abgezogen hat. Die Spermareste an den Fingern können für unerwünschten Nachwuchs sorgen
- Jedes Kondom nur einmal benutzen!
- Niemals zwei Kondome übereinander benutzen! Die Reibung zerstört die Gummis!
Nach wie vor werden die meisten Kondome, wenn Sie nicht aus synthetischen Materialien und Kunststoffen wie Polyurethan oder Ployisopren oder Nitril sind, aus Naturkautschuk hergestellt. Dieser wird aus dem Saft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) gewonnen. Dabei wird die Rinde von Gummizapfern angeritzt, so dass der Milchsaft Latex aus dem Baum fliessen kann. Je nach Anwendung wird dieser auf verschiedene Arten weiterverarbeitet. Der frisch gezapfte Gummi“saft“ wird auch als „Latexmilch“ bezeichnet, und wie Milch muss er haltbar gemacht werden.
Die Flüssigvariante heisst zentrifugiertes Latex, zur Haltbarmachung wird Ammoniak eingesetzt. Dies ist der Ausgangsstoff für alle Tauchprodukte (Ballblasen, Luftballons, Kondome, Haushaltshandschuhe …).
(Für die festen Rohstoffe wird die Latexmilch mit Säure koaguliert (wie Joghurt), danach wird das Wasser ausgepresst und die Rohmasse an der Luft oder mit Hitzezufuhr getrocknet, gegebenenfalls auch mit Rauch haltbar gemacht. Diese Zwischenstufen heißen u.a. Pale Light Crepe (PLC – hellblasser Krepp) und Ribbed Smoked Sheet (RSS – gerippte geräucherte Stücke), und es gibt sie jeweils in verschiedenen Qualitätsstufen. Für einen Sneaker z.B. nimmt man RSS für die dunklen Sohlenteile, PLC für die weißen Gummiteile und zentrifugierten Latex als Klebstoff.)
Lifestyle (8)
Die Flipflops werden aus Naturkautschuk hergestellt. Der verwendete fair gehandelte Naturkautschuklatex der WAVES Flipflops ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, der aus dem Baum des Hevea Brasiliensis gewonnen und in Handarbeit gezapft wird. Der Kautschukbaum ist ein echter Alleskönner. Um den Milchsaft des Kautschukbaums Hevea brasiliensis zu gewinnen, wird die Rinde des Baums so angeritzt, dass der Saft aus dem Baum fliessen kann. Üblicherweise fängt man die weisse Flüssigkeit in einem Behälter auf, der an dem Baumstamm befestigt wurde, um sie danach weiterzuverarbeiten.
Nachdem der Latex geerntet wurde, wird er zur Weiterverarbeitung gesammelt. An einer zentralen Stelle werden die Milchmenge erfasst und der Gummianteil direkt gemessen. In mehreren Arbeitsschritten wird nun aus dem Latex durch die Beimischung von Ameisensäure möglichst viel Wasser herausgepresst. So beginnt das flüssige Material zu koagulieren – ähnlich wie bei Milch unter der Beigabe von Zitronensaft. Es entsteht eine Art Latexjoghurt, der Schritt für Schritt zu dünnen Lappen, den sogenannten Crepes, gepresst wird.
Kautschukbäume sind nachhaltiger als viele tropische Hölzer, weil sie beispielsweise ein Vielfaches an Kohlendioxid speichern.
Die Mifuko-Kiondo-Körbe werden für den Transport vom Hersteller gefaltet. Du kannst sie formen, indem du sie leicht mit Wasser besprühst und dann mit deinen Händen formst.
Ja, WAVES Flipflops sind nachhaltig, plastikfrei und fair gehandelt. Das heisst faire Löhne, langfristigen Handelsbeziehungen, würdige Arbeits- und Lebensbedingungen, faire Preise, Vorfinanzierung von Aufträgen und das bezahlen einer Fair Trade Prämie. Die Mitglieder einer Kooperative oder ein gewähltes Gremium aus Arbeitern einer Plantage, in dem auch Vertreter des Managements sitzen, entscheiden selbst über die Verwendung dieser Prämie. So können beispielsweise die Ausstattung von plantageneigenen Kindertagesstätten oder eine private Rentenversicherung für die Gummizapfer damit finanziert werden. Ein jährliches Audit vor Ort stellt sicher, dass der Einsatz der Prämiengelder gemäß den Richtlinien erfolgte. Insgesamt ist die Fair-Trade-Prämie eine wunderbare Möglichkeit, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort in den Anbauregionen für die beteiligten Partner zu verbessern.
Ja, die WAVES Flipflops sind plastikfrei, fair gehandelt und vegan. Zudem tragen sie das Zeichen für verantwortungsvolle Waldwirtschaft FSC (Mehr Informationen zum Forest Stewardship Council (FSC) findet man unter www.fsc.org)
WAVES Flip-Flops sind für vegan lebende Menschen geeignet. Die Rezeptur ist frei von tierischen Inhaltsstoffen. Bei der Herstellung wird der Milchbestandteil Kasein NICHT eingesetzt. WAVES Flipflops tragen das Label der „The Vegan Society“ (www.vegansociety.com)
Ja, sowohl die Sohle, als auch die Bänder, wie auch die Buchstaben auf den Bändern sind komplett plastikfrei und aus 100% fair gehandeltem Naturkautschuk.
Die Mifuko-Kiondo-Körbe werden für den Transport vom Hersteller gefaltet. Du kannst sie formen, indem du sie leicht mit Wasser besprühst und dann mit deinen Händen formst.
Sie können die Kiondo-Körbe aufbewahren, indem Sie sie zusammenklappen und stapeln, wenn sie nicht gebraucht werden.
Sie können Ihrem Korb ein neues Aussehen verleihen, indem Sie den oberen Rand nach unten klappen.
Reinigung von Mifuko Taschen & Körben
Körbe, die aus Sisal und recyceltem/upcyceltem Kunststoff hergestellt sind, haben keine Angst vor ein wenig Wasser. Sie können sie mit einem feuchten Tuch reinigen oder mit Wasser abspülen, aber Sie sollten vermeiden, die Oberfläche zu reiben. Lassen Sie sie an einem warmen Ort trocknen, jedoch nicht in direktem Sonnenlicht.
Körbe aus Papier, Sisal und Palmblättern vertragen keine Tränkung, können aber mit Wasser gereinigt werden. Entfernen Sie Flecken so schnell wie möglich, indem Sie den Fleck mit einem sauberen, saugfähigen Lappen abtupfen, bis der Lappen vollgesogen ist. Reiben Sie den Fleck nicht, sonst drücken Sie den Fleck in die Fasern und beschädigen die Oberfläche. Fahren Sie mit dem Tupfen mit einem sauberen Lappen fort, bis sich der Lappen sauber von der Oberfläche löst. Lassen Sie den Korb an der Luft trocknen, um Verformungen zu vermeiden.
Nicht reiben, in der Maschine waschen, schleudern oder im Trockner trocknen.
Verwendung von Mifuko Körben im Freien
Unsere Kiondo-Körbe sind gut für den Außenbereich geeignet und Sie können sie auch als Pflanzenkorb verwenden. Alle Kiondo-Körbe vertragen Feuchtigkeit, Regen und Wasser. Es ist jedoch wichtig, dass der Korb nicht ständig nass ist. Und wenn er doch nass wird, leeren Sie den Korb und lassen Sie ihn gut trocknen.
Wenn Sie den Korb als Pflanzenkorb verwenden, legen Sie einen Untersetzer in den Korb, bevor Sie eine Pflanze in ihren Topf hineinstellen.
Der beste Platz für einen Korb ist auf einem überdachten Balkon oder unter einem Dachvorsprung, wo er keinem direkten Regen ausgesetzt ist.
Wenn der Korb ständig nass ist, beginnen Sisal und Papier sich zu zersetzen. Wenn Sie beim Gießen der Pflanzen Düngemittel verwenden, vermeiden Sie, dass der Korb nass wird, da die Chemikalien das Zersetzungsrisiko erhöhen.
Wir empfehlen die WAVES Flipflops als Handwäsche mit lauwarmem Wasser zu reinigen. Auf aggressive Reinigungsmittel sollte verzichtet werden, da sie das Material angreifen könnten. Die Flipflops sollten bei nicht Verwendung gut gelagert werden, sprich flach liegend, nicht zerdrückt, so dass sich die Flipflops nicht verformen. So bleibt auch der Tragekomfort dauerhaft erhalten.
Die nachhaltigen Flipflops von WAVES stammen aus Sri Lanka. Der dafür verwendete fair gehandelte Naturkautschuk wird dort angebaut, abgebaut und verarbeitet. Und auch die Produktion der Flipflops findet auf Sri Lanka statt. Somit bleibt so viel Wertschöpfung wie nur möglich im Land. Das schafft Arbeitsplätze, Know-How und Einkommen.
Menstruation (2)
Du kennst das sicherlich aus anderen Situationen. Manchmal möchte man etwas tun, es ist aber einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Im Klartext heißt das: Versuche nicht krampfhaft bei Beginn deiner Periode die neue Errungenschaft Menstruationstasse auszuprobieren, obwohl du eigentlich direkt die Wohnung verlassen musst, um zur Arbeit oder Uni zu geben. Nimm dir lieber etwas Zeit dafür, um dich an die Tasse heranzutasten. Du kannst übrigens auch schon den richtigen Einsatz üben, wenn deine Periode noch nicht eingesetzt ist. Am Anfang mag der Umgang mit der Period Cup etwas ungewohnt sein, besonders, wenn man bisher nur Erfahrungen mit Tampons oder Binden gemacht hat. Wir können dir aber versichern, dass fast jede der Frauen irgendwann soweit ist, dass sie die Tasse nahezu im Schlaf einsetzen, herausholen und ausleeren kann. Als wichtigste Maxime sei hier gesagt: Entspann dich (und deine Beckenbodenmuskulatur), wenn du die Cup einsetzen möchtest. Das ist schon die halbe Miete. Übung macht auch hier den Meister. Wenn es für dich angenehm ist, kannst du beim Einführen einen Fuß erhöht auf Badewannenrand oder Toilette stellen. Schnell wirst du ein Gespür dafür bekommen, ob die Tasse richtig sitzt. Grundsätzlich führt man eine Menstruationstasse aber nicht soweit ein wie einen Tampon. Sie sitzt viel näher am Scheidenausgang. Manche empfinden es angenehm, etwas weiter oben, bei anderen verschwindet sie gerade so im Innern der Scheide. Einer der häufigsten Gründe, warum Frauen beim Herantasten an Menstruationstassen verunsichert sind, ist die Frage nach dem „Wie bekomme ich die Tasse denn wieder heraus?“. Aber lasst euch sagen, dass dies mit der richtigen Technik absolut kein Problem sein sollte. Kein Grund zur Panik, wenn das gute Stück einmal im Laufe der Zeit weiter nach oben gerutscht sein sollte. Indem du deine Beckenbodenmuskulatur anspannst, wandert die Cup wieder nach unten, sodass du sie greifen kannst. Falls es nicht direkt beim ersten Mal klappt, versuch es erneut, aber lass dich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Und natürlich: Nicht am Stiel ziehen, sondern zuerst den leichten Unterdruck lösen, indem du beispielweise den Boden der Period Cup kurz zusammendrückst.
ABSOLUTE DON’TS DER PERIOD CUP
- Produkt sauber halten. Vor der Benutzung für 5 Minuten in sauberem Wasser auskochen. Nach der Reinigung zum Ende der Periode im beigefügten Baumwollbeutel an einem trockenen Ort lagern.
- Beim Auskochen nicht im Topf vergessen. Für ausreichend Wasser sorgen und zwischendurch kontrollieren. Damit die Period Cup nicht mit dem heißen Topfboden in Kontakt kommt, könnt ihr sie in einen Schneebesen geben.
- Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, ist es wichtig, dass du etwas mehr auf es Acht gibst. Setze deine Period Cup nicht unnötig dem direkten Sonnenlicht aus, das könnte dem Material auf Dauer zu schaffen machen. Der mitgelieferte Baumwollbeutel eignet sich ideal zur lichtgeschützten Aufbewahrung.
- Nicht außerhalb der Periode tragen. So vermeidet ihr eine Infektionsgefahr.
- Nicht zur Verhütung beim Sex benutzen. Die Period Cup ist kein Verhütungsmittel und schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten!
- Keine Reinigung in Geschirrspül- oder Waschmaschine. Niemals solltest du versuchen, deine Period Cup in einem Gerät zu reinigen. Auch wenn es vielleicht verlockend klingt – wasch die Tasse stets per Hand unter fließendem Wasser, das ist vollkommen ausreichend.
Du möchtest noch mehr erfahren? Für die optimale Verwendung der FAIR SQUARED Period Cup haben wir eine Gebrauchsanweisung verfasst.
Als wichtige Orientierungspunkte für die Wahl der geeigneten Grösse spielen Fragen nach der Höhe des Muttermunds und der Stärke deiner Blutung eine übergeordnete Rolle. Wenn du beispielsweise weisst, dass sich dein Muttermund während der Tage nach unten absenkt, solltest du eine kürzere Tasse nutzen. Bei einer stärkeren Periode empfiehlt sich eine grössere Period Cup mit mehr Volumen.
Naturkosmetik (4)
Bei FAIR SQUARED will man nicht nur fair zu unseren Produzent:innen und der Umwelt sein, sondern auch zu den mit uns auf dieser Erde lebenden Tieren. Dazu gehört für uns selbstverständlich sie nicht als „Inhaltsstoffe“ zu sehen oder sie dafür zu benutzen. Dazu gehört der Verzicht auf Honig und Milch in den Produkten, auch wenn diese bei einigen Kosmetikhersteller:innen als beliebte „Inhaltststoffe“ gelten. Für Milch müssen weibliche Kühe regelmässig Kälber gebären – so wie alle Säugetiere eben Muttermilch für ihre Nachkommen produzieren -, die ihnen dann meist kurz nach der Geburt weggenommen werden, da sie für die Milchindustrie „Abfallprodukte“ darstellen. Dagegen positionieren wir uns klar. Und auch Honig hat die Problematik, dass er eigentlich als Nahrung für die Bienenlarven gedacht ist. Die Wegnahme des Honigs erfordert das Füttern eines Zuckerersatzes, der das Bienenvolk allgemein anfälliger für Krankheiten macht. Teilweise werden den Bienenköniginnen auch die Flügel gestützt, um eine Flucht des Volkes zu verhindern. Hinzu kommt, dass bei jeder Honigernte viele Tiere ums Leben kommen, da sie durch die mechanischen Vorgänge schlichtweg zerdrückt werden.
Das Siegel des internationalen Vereins der „The Vegan Society“ mit Sitz in Birmingham findet man global nicht nur auf Kosmetikprodukten, sondern auch auf Lebensmitteln, Kleidung, Reinigungsprodukten und anderen Produkten. Es garantiert, dass keinerlei tierische Substanzen enthalten sind. FAIR SQUARED Produkte sind von der englischen Vegan Society zertifiziert und entsprechen ihren Standards. Hier ein Auszug der Standards:
- Tierische Inhaltsstoffe: Der Hersteller und/oder Produzent des zertifizierten Produktes darf keine Tierprodukte oder tierischen Nebenprodukte in seinem Produkt oder bei der Herstellung des Produktes verwenden.
- Tierversuche: Die Entwicklung und/oder die Herstellung des Produktes darf keine Tierversuche miteinbeziehen oder miteinbezogen haben. Weder im eigenen Namen des Unternehmens noch in dem von anderen Parteien, die das Unternehmen kontrollieren.
- Genetisch veränderte Organismen: Die Entwicklung und/oder die Herstellung von genetisch veränderten Organismen darf keine Gene von Tieren oder von Tieren stammende Substanzen miteinbeziehen oder miteinbezogen haben. Produkte, dessen Gene verändert wurden, müssen als diese gekennzeichnet werden.
Naturkosmetikprodukte sind zu 100 % aus natürlichen, naturnahen und naturidentischen Stoffen (Pigmente, Mineralien und – wenn unbedingt notwendig – Naturschutzmittel) hergestellt werden. Alle Produkte sind frei von gentechnisch veränderten Stoffen sowie Mineralölen, Petrochemikalien, synthetischen Duftstoffen und künstlichen Konservierungsstoffen.
Als vegan gekennzeichnete Kosmetik enthält keine Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert werden. In vielen Kosmetikartikeln wird beispielsweise der rote Farbstoff Karmin verwendet, für den schwangere Läuse getötet werden. Auch Rohstoffe aus toten Wirbeltieren, unter anderem Emuöl, Nerzöl, Collagen, finden oft Verwendung in Kosmetika, teilweise auch in Naturkosmetik. Der Begriff vegan ist allerdings nicht geschützt und kann prinzipiell von jedem Hersteller verwendet werden. Unsere Produkte sind daher alle von der Vegan Society als garantiert vegan ausgezeichnet.
Taschen (3)
Alle Mifuko-Produkte werden aus nachhaltigen Materialien handgefertigt. Die meisten der von uns verwendeten Materialien stammen aus Kenia, um sowohl die nachhaltige kenianische Industrie zu fördern als auch Transportemissionen zu minimieren. Wir schulen unsere lokalen Partner kontinuierlich in Bezug auf das Prozess-Know-how, wodurch wir die Produktion steigern und die Produktqualität verbessern können. Wir arbeiten eng mit unseren Materiallieferanten und den Handwerkern zusammen, die die Produkte herstellen. So können wir jeden Schritt des Produktionsprozesses nachverfolgen, von den Rohstofflieferanten bis zum Verkauf. Die gesamte Lieferkette ist transparent.
Papier
Papier ist ein schönes und umweltfreundliches Material, das am Ende seines Lebenszyklus vollständig recycelt werden kann. Das von uns verwendete Papier ist FSC-zertifiziert. Die in unseren Körben verwendete Papierschnur wurde in Zusammenarbeit mit einer Fabrik in Kenia entwickelt.
Sisal
Sisalpflanzen wachsen in den trockenen Böden Kenias, wo keine chemischen Düngemittel verwendet werden. Sisal ist ein haltbares, antistatisches und flexibles Material, das in Form gewebt werden kann. Es kann sich zunächst rau anfühlen, wird aber bei Gebrauch weicher. Sisalfasern lassen sich besser einfärben als andere Naturmaterialien, so dass daraus verschiedenfarbige Körbe und Taschen hergestellt werden können.
Kunststoff
Kunststoff wird wegen seiner Haltbarkeit und berechenbaren Qualität verwendet. Aus Kunststoff geflochtene Körbe sind leicht zu reinigen und wasserbeständig, so dass sie für den Außenbereich geeignet sind. Wir verwenden, wann immer möglich, wiederverwerteten Kunststoff. Der Kunststoff erfüllt die Anforderungen an die Lebensmitteleignung, so dass die Produkte unbedenklich mit Lebensmitteln in Berührung kommen können.
Wolle
Wolle ist als isolierendes, haltbares und pflegeleichtes Naturmaterial bekannt. Die Wolle, die wir verwenden, ist überschüssige Wolle aus der Teppichindustrie.
Palmenblätter
Palmenblätter sind leicht und flexibel. In Kenia werden die abgefallenen Palmblätter der einheimischen Mkeka-Palme an den Flussufern gesammelt und zu Körben geflochten. Palmenblätter verändern mit der Zeit ihre Farbe. Wenn das Produkt zum ersten Mal gewebt wird, ist es grünlich gefärbt. Die Farbe ändert sich innerhalb von 1-2 Monaten in eine helle natürliche Farbe.
Milulu-Gras
Milulu-Gras ist ein Schilfrohr, das natürlich in tropischen Feuchtgebieten wächst und im Dorf Iringa in Tansania mit einer traditionellen Flechttechnik zu Körben geflochten wird. Milulu-Gras verändert mit der Zeit seine Farbe. Wenn das Produkt zum ersten Mal geflochten wird, hat das Gras eine grünliche Farbe. Innerhalb von 1 bis 2 Monaten ändert sich die Farbe in eine helle, natürliche Farbe.
Elefantengras
Das hohe Elefantengras wächst im Norden Ghanas auf natürliche Weise. Das Gras wird getrocknet, in zwei Hälften geteilt und miteinander verdreht, um es für das Flechten flexibel zu machen. Produkte aus Elefantengras können gereinigt und neu geformt werden, indem sie mit Wasser angefeuchtet werden.
Jacaranda-Holz
Für unsere Ornamente verwenden wir frisch gefallene Zweige des Jacarandabaums. Solange die Zweige noch weich sind, werden sie zu Ornamenten geschnitten und geschnitzt und dann getrocknet, bevor sie geschliffen werden. Die Ornamente aus Naturholz werden ohne chemische Behandlung bearbeitet, um die natürliche Farbe des Holzes hervorzuheben. Die bemalten Ornamente werden mit Acrylfarben auf Wasserbasis fertiggestellt und mit Klarlack überzogen.
Leder
Die Griffe und Riemen unserer Produkte werden aus lokalem Leder hergestellt. Das Leder wird pflanzlich gegerbt, ein Verfahren, bei dem organische Materialien und
natürliche Gerbstoffe verwendet werden, die aus der Rinde, den Blättern und Zweigen von Bäumen und Pflanzen gewonnen werden. Das Leder wird mit traditionellen Techniken zugeschnitten und an den Körben befestigt. Farbunterschiede sind natürlich, da sie davon abhängen, wo und wie die Kuh gezüchtet wurde.
Glasperlen
In der Tschechischen Republik hergestellte Glasperlen bewahren eine über 100-jährige Tradition nachhaltiger Handwerkskunst. Durch die Verwendung hochwertiger Materialien und umweltbewusster Methoden spiegeln diese einzigartigen und anpassbaren Perlen ein Engagement für verantwortungsvolle Produktion und zeitlose Kunstfertigkeit wider.
Bananenfaser
Bananenfaser ist eine natürliche und nachhaltige Faser, die aus den Pseudostämmen und Blättern der Bananenpflanze gewonnen wird. Sie wird für ihre Festigkeit, biologische Abbaubarkeit und Umweltfreundlichkeit geschätzt. Die Nutzung von Bananenfaser reduziert landwirtschaftliche Abfälle und bietet eine umweltfreundliche Alternative zu synthetischen Fasern.
Keramik
Das keramische Material wird aus Ton gemischt, den die Kunsthandwerker im örtlichen Flussbett sammeln. Ornamente und andere Gegenstände werden von Hand geformt, glasiert und gebrannt, um eine glänzende Oberfläche zu erhalten.
Die Mifuko-Kiondo-Körbe werden für den Transport vom Hersteller gefaltet. Du kannst sie formen, indem du sie leicht mit Wasser besprühst und dann mit deinen Händen formst.
Die Mifuko-Kiondo-Körbe werden für den Transport vom Hersteller gefaltet. Du kannst sie formen, indem du sie leicht mit Wasser besprühst und dann mit deinen Händen formst.
Sie können die Kiondo-Körbe aufbewahren, indem Sie sie zusammenklappen und stapeln, wenn sie nicht gebraucht werden.
Sie können Ihrem Korb ein neues Aussehen verleihen, indem Sie den oberen Rand nach unten klappen.
Reinigung von Mifuko Taschen & Körben
Körbe, die aus Sisal und recyceltem/upcyceltem Kunststoff hergestellt sind, haben keine Angst vor ein wenig Wasser. Sie können sie mit einem feuchten Tuch reinigen oder mit Wasser abspülen, aber Sie sollten vermeiden, die Oberfläche zu reiben. Lassen Sie sie an einem warmen Ort trocknen, jedoch nicht in direktem Sonnenlicht.
Körbe aus Papier, Sisal und Palmblättern vertragen keine Tränkung, können aber mit Wasser gereinigt werden. Entfernen Sie Flecken so schnell wie möglich, indem Sie den Fleck mit einem sauberen, saugfähigen Lappen abtupfen, bis der Lappen vollgesogen ist. Reiben Sie den Fleck nicht, sonst drücken Sie den Fleck in die Fasern und beschädigen die Oberfläche. Fahren Sie mit dem Tupfen mit einem sauberen Lappen fort, bis sich der Lappen sauber von der Oberfläche löst. Lassen Sie den Korb an der Luft trocknen, um Verformungen zu vermeiden.
Nicht reiben, in der Maschine waschen, schleudern oder im Trockner trocknen.
Verwendung von Mifuko Körben im Freien
Unsere Kiondo-Körbe sind gut für den Außenbereich geeignet und Sie können sie auch als Pflanzenkorb verwenden. Alle Kiondo-Körbe vertragen Feuchtigkeit, Regen und Wasser. Es ist jedoch wichtig, dass der Korb nicht ständig nass ist. Und wenn er doch nass wird, leeren Sie den Korb und lassen Sie ihn gut trocknen.
Wenn Sie den Korb als Pflanzenkorb verwenden, legen Sie einen Untersetzer in den Korb, bevor Sie eine Pflanze in ihren Topf hineinstellen.
Der beste Platz für einen Korb ist auf einem überdachten Balkon oder unter einem Dachvorsprung, wo er keinem direkten Regen ausgesetzt ist.
Wenn der Korb ständig nass ist, beginnen Sisal und Papier sich zu zersetzen. Wenn Sie beim Gießen der Pflanzen Düngemittel verwenden, vermeiden Sie, dass der Korb nass wird, da die Chemikalien das Zersetzungsrisiko erhöhen.
Umwelt & Klima (3)
Der FSC® (Forest Stewardship Council®) setzt sich für die Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern ein, sodass diese im Sinne der sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnisse heutiger und zukünftiger Generationen genutzt werden und langfristig erhalten bleiben. Das Label sichert, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur FSC® -zertifizierte und kontrollierte Materialien verwendet werden.
Zertifizierte Materialien entlang der Wertschöpfungskette
Für die Herstellung von FSC® -zertifizierten Produkten können die folgenden Materialien eingesetzt werden: FSC® -zertifizierte Mengen, kontrollierte Holzherkünfte oder Recyclingmaterial. Je nach FSC® -Labeltyp ist erkenntlich, ob das Produkt nur aus FSC-zertifizierter Waldwirtschaft stammt (FSC® 100 %), ausschließlich Recyclingmaterial (FSC® recycled) eingesetzt wurde oder eine Mischung aus zertifizierten und kontrollierten Materialien (FSC® Mix) verwendet wurde.
Biologisch abbaubar bedeutet, dass das Material von Mikroorganismen zersetzt werden kann. Kompostierbar hingegen bedeutet, dass ein Material dazu geeignet ist, Kompost herzustellen.
Innerhalb der Staatengemeinschaft der UN haben im September 2015 insgesamt 193 Staaten die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Im Rahmen dessen wurden die sogenannten „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) formuliert. Der Plan: Sie sollen maßgeblich die Politik der kommenden 15 Jahre bestimmen, was die Themen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik betrifft.
Aber wusstest du, dass die Fair-Handels-Bewegung insgesamt und der faire Handel wie wir ihn beispielsweise betreiben, ebenfalls seit langem viele der Prinzipien und Forderungen der vereinbarten UN-Nachhaltigkeitsziele verfolgt?
Diese SDGs sind Teil der Agenda 2030
Auf dieser Grafik sind alle 17 SDGs zusammengefasst, die im Wesentlichen die fünf Kernbotschaften näher beschreiben – nämlich Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft.

Fairer Handel lebt viele SDG’s bereits jetzt
Seit der Gründung von FAIR SQUARED verfolgen wir den Ansatz, den am Produktionsprozess beteiligten Menschen dabei zu helfen, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Denn wir sind davon überzeugt, dass eine nachhaltige Zukunft nur möglich ist, wenn wir unsere Mitmenschen und den Planeten soweit wie möglich in den Prozess miteinbeziehen.
1. Keine Armut
Wir zahlen einen festgelegten Mindestpreis für Rohstoffe plus eine Prämie, die dazu dient, die finanziellen Bedingungen der Partner*innen langfristig zu verbessern und in nachhaltige Projekte zu investieren.
2. Kein Hunger
Um eine stabile Existenzgrundlage für alle Kleinbauern und -bäuerinnen sowie weiteren Produzent*innen unserer Rohstoffe zu schaffen, zahlen wir einen Preis, der unabhängig vom Weltmarktpreis festgelegt ist. So ist sichergestellt, dass auch in Zeiten geringer Weltmarktpreise ein Auskommen möglich ist.
3. Gesundheit und Wohlergehen
Die Menschen im globalen Süden leiden oft unter gesundheitsschädlichen Lebensbedingungen. Dazu zählen schlechte Arbeitsbedingungen ebenso wie fehlende sanitäre und medizinische Einrichtungen sowie der häufige Chemikalieneinsatz in der Landbewirtschaftung. Die Fairtrade-Standards beinhalten jedoch zahlreiche Vorgaben, um die Gesundheit der Arbeiter*innen zu schützen. So sind gefährliche Pestizide untersagt, die Einhaltung von geregelten Pausenzeiten Pflicht und vieles mehr.
4. Hochwertige Bildung
Im Rahmen der Fairtrade-Projekte wird die Infrastruktur in Form von Schulen, Lehrmaterialien oder Weiterbildungen gezielt durch Fairtrade-Prämien unterstützt.
5. Geschlechtergerechtigkeit
Wir und die Akteur*innen des fairen Handels sind bestrebt, die Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht und Gender auch im globalen Süden zu erzielen. Daher werden zum Beispiel gezielt Frauenarbeitsrechte gefördert, damit diese sich gleichberechtigt an der Landwirtschaft beteiligen und dadurch ihre eigenen Zukunftschancen erhöhen können.
6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Mithilfe von Prämien, über deren Verwendung die Arbeiter*innen und selbstgewählten Komitees entscheiden, werden beispielsweise Brunnenprojekte realisiert und so der Zugang zu sauberem Trinkwasser erreicht.
7. Bezahlbare und saubere Energie
Fast ebenso wichtig wie der Zugang zu sauberem Wasser ist die flächendeckende Versorgung mit bezahlbaren Energiequellen. Denn ohne Energie ist eine Entwicklung nicht möglich. Das stellt die Staatengemeinschaft vor die große Herausforderung, effiziente Versorgungssysteme in den Entwicklungsländern auf- und auszubauen. In Anbetracht des Klimawandels muss die Energieversorgung in Zukunft sauber und umweltverträglich erfolgen. Bei uns vor Ort in den Kölner Büros und unserer Konfektion beziehen wir daher aus tiefster Überzeugung echten Ökostrom aus nachhaltigen Energiequellen von Greenpeace Energy.
8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum darf nur unter fairen Bedingungen entstehen. Daher werden Werte wie Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit sowie existenzsichernde Löhne als zentrale Punkte des fairen Handels verstanden.
9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
Auch außerhalb der Fairtrade-Zusammenarbeit sind wir als nachhaltiges Unternehmen daran interessiert, ökologisch verträgliche Wege einzuschlagen. So versuchen wir beispielsweise regional verfügbare Rohstoffe, lokal ansässige Produktionspartner*innen und innovative Technologien in unsere tägliche Arbeit einzuschließen.
10. Weniger Ungleichheiten
In unserer gesamten Wertschöpfungskette und der Firmenstruktur spielt die Fairness eine übergeordnete Rolle. Flache Hierarchien, ein ausgeprägtes Mitspracherecht aller Mitarbeiter*innen sowie die Wahrung der Bedürfnisse aller sind bei FAIR SQUARED selbstverständlich.
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
Als Fairtrade-Partner sind wir Befürworter der Initiative der sogenannten Fairtrade-Towns und unterstützen den Ausbau der Kampagne auf weitere Kommunen. Unser Firmensitz Köln darf sich übrigens schon seit November 2011 mit dem Zusatz „63. Fairtrade-Town“ schmücken.
12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Natürlich sind wir als Hersteller und Händler daran interessiert, unsere Produkte zu verkaufen. Dies darf aber nicht auf Kosten der Umwelt geschehen. So kompensieren wir beispielsweise all unsere Emissionen durch Klimaschutzprojekte, sind dabei unser Sortiment auf „komplett plastikfrei“ umzustellen und engagieren uns im Aufbau nachhaltiger Branchenlösungen.
13. Maßnahmen zum Klimaschutz
Wir fördern den nachhaltigen, ressourcenschonenden Anbau wertvoller Rohstoffe unter Fairtrade-Bedingungen. Darüber hinaus unterstützen wir den ökologischen Landbau und nutzen die Chance, klimafreundliche und umweltverträgliche Produkte für Konsument*innen als Alternative zu konventionellen attraktiv zu machen.
14. Leben unter Wasser
Unsere Verantwortung erstreckt sich keinesfalls nur auf das Leben an Land. Vielmehr ist besonders das marine Ökosystem von unserer Lebensweise bedroht. Als kleines Ocean-Plastic-Projekt haben wir gemeinsam mit unseren Partnern in Sri Lanka einen Weg gefunden, wie wir PP-Flaschendeckel recyceln können und so dazu beitragen, dass sie nicht im Meer landen.
15. Leben an Land
Nur ein intaktes Ökosystem kann auch in Zukunft den Bedürfnissen von Mensch und Tier gerecht werden. Daher nutzen wir beispielsweise FSC®-zertifizierte Rohstoffe und treten für nachhaltige und faire Bedingungen beim Abbau von Latex in Indien und Sri Lanka ein.
16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Wir stärken mit dem fairen Handel die Rechte der Menschen im globalen Süden und geben ihnen die Möglichkeit, am Welthandel teilzunehmen. Das schafft Emanzipation und trägt zu einer verträglicheren Lösung im weltweiten Handelsverhältnis bei.
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Unseren Fair-Trade-Partner*innen überall auf der Welt begegnen wir auf geschäftlicher Augenhöhe. Darüber hinaus stehen wir im Austausch mit verschiedenen Fair-Trade-Organisationen und anderen Institutionen, die uns beim Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele behilflich sind.
Wohnen (2)
Alle Mifuko-Produkte werden aus nachhaltigen Materialien handgefertigt. Die meisten der von uns verwendeten Materialien stammen aus Kenia, um sowohl die nachhaltige kenianische Industrie zu fördern als auch Transportemissionen zu minimieren. Wir schulen unsere lokalen Partner kontinuierlich in Bezug auf das Prozess-Know-how, wodurch wir die Produktion steigern und die Produktqualität verbessern können. Wir arbeiten eng mit unseren Materiallieferanten und den Handwerkern zusammen, die die Produkte herstellen. So können wir jeden Schritt des Produktionsprozesses nachverfolgen, von den Rohstofflieferanten bis zum Verkauf. Die gesamte Lieferkette ist transparent.
Papier
Papier ist ein schönes und umweltfreundliches Material, das am Ende seines Lebenszyklus vollständig recycelt werden kann. Das von uns verwendete Papier ist FSC-zertifiziert. Die in unseren Körben verwendete Papierschnur wurde in Zusammenarbeit mit einer Fabrik in Kenia entwickelt.
Sisal
Sisalpflanzen wachsen in den trockenen Böden Kenias, wo keine chemischen Düngemittel verwendet werden. Sisal ist ein haltbares, antistatisches und flexibles Material, das in Form gewebt werden kann. Es kann sich zunächst rau anfühlen, wird aber bei Gebrauch weicher. Sisalfasern lassen sich besser einfärben als andere Naturmaterialien, so dass daraus verschiedenfarbige Körbe und Taschen hergestellt werden können.
Kunststoff
Kunststoff wird wegen seiner Haltbarkeit und berechenbaren Qualität verwendet. Aus Kunststoff geflochtene Körbe sind leicht zu reinigen und wasserbeständig, so dass sie für den Außenbereich geeignet sind. Wir verwenden, wann immer möglich, wiederverwerteten Kunststoff. Der Kunststoff erfüllt die Anforderungen an die Lebensmitteleignung, so dass die Produkte unbedenklich mit Lebensmitteln in Berührung kommen können.
Wolle
Wolle ist als isolierendes, haltbares und pflegeleichtes Naturmaterial bekannt. Die Wolle, die wir verwenden, ist überschüssige Wolle aus der Teppichindustrie.
Palmenblätter
Palmenblätter sind leicht und flexibel. In Kenia werden die abgefallenen Palmblätter der einheimischen Mkeka-Palme an den Flussufern gesammelt und zu Körben geflochten. Palmenblätter verändern mit der Zeit ihre Farbe. Wenn das Produkt zum ersten Mal gewebt wird, ist es grünlich gefärbt. Die Farbe ändert sich innerhalb von 1-2 Monaten in eine helle natürliche Farbe.
Milulu-Gras
Milulu-Gras ist ein Schilfrohr, das natürlich in tropischen Feuchtgebieten wächst und im Dorf Iringa in Tansania mit einer traditionellen Flechttechnik zu Körben geflochten wird. Milulu-Gras verändert mit der Zeit seine Farbe. Wenn das Produkt zum ersten Mal geflochten wird, hat das Gras eine grünliche Farbe. Innerhalb von 1 bis 2 Monaten ändert sich die Farbe in eine helle, natürliche Farbe.
Elefantengras
Das hohe Elefantengras wächst im Norden Ghanas auf natürliche Weise. Das Gras wird getrocknet, in zwei Hälften geteilt und miteinander verdreht, um es für das Flechten flexibel zu machen. Produkte aus Elefantengras können gereinigt und neu geformt werden, indem sie mit Wasser angefeuchtet werden.
Jacaranda-Holz
Für unsere Ornamente verwenden wir frisch gefallene Zweige des Jacarandabaums. Solange die Zweige noch weich sind, werden sie zu Ornamenten geschnitten und geschnitzt und dann getrocknet, bevor sie geschliffen werden. Die Ornamente aus Naturholz werden ohne chemische Behandlung bearbeitet, um die natürliche Farbe des Holzes hervorzuheben. Die bemalten Ornamente werden mit Acrylfarben auf Wasserbasis fertiggestellt und mit Klarlack überzogen.
Leder
Die Griffe und Riemen unserer Produkte werden aus lokalem Leder hergestellt. Das Leder wird pflanzlich gegerbt, ein Verfahren, bei dem organische Materialien und
natürliche Gerbstoffe verwendet werden, die aus der Rinde, den Blättern und Zweigen von Bäumen und Pflanzen gewonnen werden. Das Leder wird mit traditionellen Techniken zugeschnitten und an den Körben befestigt. Farbunterschiede sind natürlich, da sie davon abhängen, wo und wie die Kuh gezüchtet wurde.
Glasperlen
In der Tschechischen Republik hergestellte Glasperlen bewahren eine über 100-jährige Tradition nachhaltiger Handwerkskunst. Durch die Verwendung hochwertiger Materialien und umweltbewusster Methoden spiegeln diese einzigartigen und anpassbaren Perlen ein Engagement für verantwortungsvolle Produktion und zeitlose Kunstfertigkeit wider.
Bananenfaser
Bananenfaser ist eine natürliche und nachhaltige Faser, die aus den Pseudostämmen und Blättern der Bananenpflanze gewonnen wird. Sie wird für ihre Festigkeit, biologische Abbaubarkeit und Umweltfreundlichkeit geschätzt. Die Nutzung von Bananenfaser reduziert landwirtschaftliche Abfälle und bietet eine umweltfreundliche Alternative zu synthetischen Fasern.
Keramik
Das keramische Material wird aus Ton gemischt, den die Kunsthandwerker im örtlichen Flussbett sammeln. Ornamente und andere Gegenstände werden von Hand geformt, glasiert und gebrannt, um eine glänzende Oberfläche zu erhalten.
Die Mifuko-Kiondo-Körbe werden für den Transport vom Hersteller gefaltet. Du kannst sie formen, indem du sie leicht mit Wasser besprühst und dann mit deinen Händen formst.
